Hibiscus

Tolle Blüten entwickeln die 1000+1 Hybriden von Hibiscus. Bezüglich der Vielfalt machen sie den Orchideen und den Engelstrompeter Konkurrenz und sind leicht zu kultivieren.


Die Hibiscusforscher, also nicht nur die Hibiscusliebhaber, sind eine ganz harte Bruderschaft. Sie kennen sich alle untereinander, tauschen ihre Ergebnisse und auch ihre Pflanzen aus, scheuen vor schwierigsten Sammelreisen nicht zurück und haben auch die Molekularbiologie als Untersuchungswerkzeug entdeckt. 

 

Wie bei der Frage nach Adam und Eva wollen sie unbedingt den Ur-Hibiscus finden. Er soll in der Gegend der Fidschiinseln vor mehr als hundert Jahren gesichtet worden sein und als Hibiscus storkii beschrieben worden sein. Seither sind seine Spuren verloren gegangen. 

Der erste Hibiscus muss wohl ein sehr liderlicher Geselle gewesen sein, weil er sich nur in Hybriden fortgepflanzt hat. Auf allen Gemälden aus der Zeit, vornehmlich in England, sind nur Abbildungen von Hybriden zu sehen. Sei's drum, der Beschreibung nach war der Ur-Hibiscus eh nur ein mickriges Pflänzchen, wenn gleich ein sehr potentes.