Fridolin, unser Goldfasan
im Balzkostüm
Unverhofft kommt oft.
Eine unserer Wandertrupp hat vor einiger Zeit einen Goldfasan im Buschwald von Agua Garcia herumspazieren gesehen - ein Wunder, weil die herumstreunenden Hunde der Jäger so einen auffälligen Vogel sofort packen würden. Er muss wohl kürzlich aus einem Gehege geflüchtet sein. Ob es der gleiche Fasan war, den Freunde von uns bald drauf in ihrem Garten herumspazieren sahen, ist nicht klar. Auf alle Fälle ließ er sich in eine Ecke drängen und einfangen.. Wohin damit ? Wir bekamen daraufhin eine whatsapp ob wir vielleich nebst unseren Hühnern auch noch einen Goldfasan haben wollten. Klar ! Kurz drauf wurde er in einem Karton angeliefert und vorläufig im Hühnerhaus kaserniert. Schnell hatten wir den überdachten Teil des Hühnerhofs mit einer Tür versehen und konnten dann Fridolin, so nannten wir ihn, in sein neues Gehege verfrachten. Da er einen Ring mit einer Codenummer trug, dachten wir ihn anhand der Nummer zu identifizieren und seinem Eigentümer zurückzubringen.
Hier zeigt sich Fridolins Rücken in Blau. Im Titelbild, wo er in Balzstimmung war, hat er die blaugrünen Deckflügel zur Seite gedreht und zeigt den Rücken in prächtigem Gold.
Und mit der Beringung? Wir fragten bei unserem Freund , einem großen Vogelliebhaber deswegen nach, ob es nicht ein Zentralregister der Codenummern gibt. Nein, gibt es nicht. Jeder Vogelhalter kann seine eigenen Codes in die Ringe pressen. Schade, aber auch wieder interessant, denn jetzt gehört Fridolin zur Familie,
Allein in der Voliere geht natürlich nicht. Deshalb hat uns Juan ein Weibchen zur Gesellschaft für Fridolin angeboten. Klar, wir haben ein Weibchen bei ihm abgeholt und in die Voliere gesetzt. Eine Stunde später war das Weibchen weg, Es saß auf einen Ast des Granatapfelbaums im offenen Hühnerbereich und ließ sich auch nicht greifen. Mehrere Versuche schlugen fehl und letztlich sahen wir das Weibchen weit über die Finca wegfliegen. An einer übersehen Stelle war der Drahtmaschenzaun durchgerostet, gerade groß genug für das Fasanenweibchen.
In der Folge haben wir dann drei Fasanenweibchen von lokalen Züchtern gekauft und Fridolin zugesellt. Ein Weibchen wäre etwas dürftig gewesen. Sie sind mittlerweile eine recht zufriedene Familie.
Auch hier ist er in Balzstimmung und hat ein Weibchen ins Visier genommen. Sein Rücken glänzt schon golden und auch die Halskrause ist schon fächerartig aufgeplustert und lässt nur die Augen frei.
Im Bild drunter begutachtet er ohne Balzverkleidung mit dunklem Rücken seine drei Mädels, die wegen ihrer Tarnbefiederung manchmal im Gehege nicht zu erkennen sind.
Fridolin im Kreise seiner Lieben.
Für windige, kalte und regnerische Nächte gibt es eine Schutzhütte im zweiten Gehege.
Die Beine des Futtertisches stehen in Wassertöpfen, damit die Ameisen nicht auf dumme Gedanken kommen.
Die Kiste mit dem grünen Deckel ist ein Futterautomat zur Selbstbedienung.
Hier noch in voller Pracht
In der Mauser sieht er schon bemitleidenswert aus
Durch geschicktes Übereinanderziehen von Gefiederteilen oder Flügel, kann er sich auch als 24 Karat Goldfasan präsentieren. Das tut er aber nur relativ selten.