Solanum quitoense, Quito-Orange ,Lula
Die Quito-Orange ist ein unheimlicher Zeitgenosse aus der Familie der Nachtschattengewächse, die so unterschiedliche Pflanzen umfasst wie die Kartoffel, die Tomate, Paprika und Aubergine aber auch die Tollkirsche, Tabak und das Bilsenkraut.
Eine eindrucksvolle Pflanze ist sie allemal. Nicht größer als 2 Meter, bleibt krautig, dh. sie verholzt nicht und trägt riesige mehr oder weniger herzförmige Blättern, die unterseits mit vielen kurzen Stacheln besetzt sind. Unangenehm zu handhaben -was aber meist nicht nötig ist. Aber auch die tennisball-großen orangen Früchte sind mit kurzen, steifen, borstigen, aber nicht stechenden Haaren besetzt.
Der Geschmack der Früchte ist leicht säuerlich und erinnert an Kiwi. In Peru und Ecuador wird die Lula auf Plantagen gezogen. Hier in Teneriffa ist sie praktisch unbekannt. Nur durch Zufall haben wir eine Pflanze in der Tropengärtnerei COSMA in Bajamar gefunden. Wegen ihrer großen Blätter ist die Pflanze sehr durstig und welkt rasch bei geringster Trockenheit