Melonenbirne,
Peramelon
Solanum muricatum,
Die Melonenbirne gehört wie die Tomate, die Kartoffel, die Paprika und die Aubergine zu den Nachtschattengewächsen. In dieser Familie geht es mit der Giftigkeit kreuz und quer durcheinander, denn auch die Tollkirsche, das Bilsenkraut oder letztlich der Tabak gehören zur Familie.
Auf die Peramelon, wie sie im spanischen genannt wird, wurden wir nur durch Zufall und wegen unserer großen Neugierde aufmerksam. Als wir nämlich bei Goyo, unserem Nachbarn einen Karton mit überzähligen Küken ablieferten, fiel uns eine Rabatte mit dunkelgrünen Pflanzen auf, die die typischen blau-weißen Kartoffelblüten hatten. Im Blättergewirr waren etwa faustgroße, gelbe rotgestreifte Früchte zu sehen, die wir noch nicht kannten.
Das ist die Peramelon, probiert mal, schmeckt sehr gut.
Wie Melone mit feinem Birnenaroma. Solltet ihr auch anpflanzen, sagte er. Ich geb´ euch einen Buschen Stecklinge mit. Tja, und das war´s auch schon .
Inzwischen wächst die Melonenbirne bei uns an mehreren Stellen auf der Finca, wo halt gerade Platz ist . Sie verbreitet sich auch ungehemmt über Ausläufer, nicht so wie die verwandte Physalis, deren Samen von Eidechsen verbreitet werden. Obwohl die Frucht saftig ist, gut schmeckt und ein feines Aroma besitzt, ist sie auf den Kanaren nie populär geworden. Ursprünglich stammt sie aus den Andenländern Südamerikas – verträgt allerdings keinen Frost und wird in Südamerika, Kalifornien, Florida und angeblich auch in Andalusien angebaut. Irgendwann werden die lokalen Bauern, wenn die monströsen Bananensubventionen auslaufen, auch auf sie aufmerksam werden. Bei der Pitahaya hat es auch 15 Jahre gedauert, bis mit einem kommerziellen Anbau begonnen wurde.
Die Blüten zeigen schon die Zugehörigkeit zu den Nachtschattengewächsen. Schauen doch aus wie typische Kartoffelblüten.