Finca Rundgang

Die Finca liegt ein paar hundert Meter direkt unterhalb des Bauernmarkts, des Mercadillos von La Matanza, der jeden Samstag und Sonntag abgehalten wird. 

Hier die obere Einfahrt

Es gibt bei uns zwei Einfahrten. Die obere hat nur ein großes grünes Tor und sie führt zur Garage und der Bodega. Angeschlossen daran ist das Häuschen mit der Bewässerungspumpe und der dazugehörige große Wassertank. 

Man kann manche Bilder auch anklicken, dann vergrößern sie sich,  meistens !




Die Haupteinfahrt

An der anderen, weiter unten liegenden Haupteinfahrt hat sich Miro bei seinem Besuch verewigt. Na, nicht Miro selber, aber einer seiner Freunde. 
Es muss ja nicht immer ein blendendes Weiß sein, das Mauern und Häuser ziert. An der Außenwand des Garagenvorplatzes ist er auch zugange gewesen. 
Diese riesige weiße Fläche war halt eine zu große Versuchung. 


Wenn man's recht bedenkt haben die Tinerfeños statt für weiß eher eine Vorliebe für senfgelb, alt-beige, moosgrün, ein stumpfes, schwedisches Eisenoxidrot und – sehr beliebt - insektizidblau. 

Weiße Häuser haben meist nur die zugewanderten Aussiedler aus Deutschland oder England. Sie haben die Vorstellung, dass im Süden Häuser einfach weiß zu sein haben, schon wegen der unbarmherzigen Sonneneinstrahlung, die es zu reflektieren gilt. 


Wir wollten uns eigentlich auch an die traditionelle Farbgebung halten und mit dem erwähnten Eisenoxidrot arbeiten. Als Vorlage konnten wir Mauerbrocken von uralten, garantiert klassischen Gebäuden vorweisen. Wäre ja auch eine klassische mineralische Farbe gewesen und billigst überdies. 
Aber keiner der Farbenmischfirmen auf der Insel gelang es diesen antiken, schwermütigen Farbton anzumischen. 

Kaum aber waren die Tormauern in einer „in etwa Farbe“ gestrichen, überfiel uns die Schwermut. Was blieb uns anderes als Miro zu bitten, Leben in die weißen Flächen zu bringen. Schließlich sollte die Finca nicht von Sorgen, sondern von „Sanssouci“ Ohne Sorgen geprägt sein.

 

Wenn man durch das Tor kommt, kann man entweder geradeaus gehen oder den rechts abzweigenden Parallelweg nehmen. Geradeaus kommt man am Glockengiebel vorbei und kann über die Terrasse, an Eingangstüre, Apartment und Holzlege vorbei bis zum Gewächshaus gehen, wo man dann wieder auf den Parallelweg trifft. 

 Wir wurden gelegentlich schon gefragt, ob wir hier wieder (?) eine Iglesia errichtet hätten, wegen des Türmchens und der Glocke. Ich wollte mir schon mal den Spaß machen und mit meiner Monsignore Montur aus dem Fasching zu Zeiten, wenn die Leute aus dem Barrio am Ende der Tio Andrésstraße zur Hauptstraße raufgehen oder fahren, vor der Kapelle herumwandeln. Ich hab´s aber dann doch sein lassen. Man ist hier katholisch. 

Wie eine Kapelle mit Treppen

Terrasse

Vom  Kamin des Brotbackofens

Eingangstüre zum Fincahaus                                      

Blick Richtung Apartment 

Der Wald in Richtung C`Tabaiba

Blick auf das Apartment

Eingang zum Apartment

 
Der Parallelweg verläuft unterhalb der Terrasse und führt in einem Rundgang durch Garten und Feld über das Gewächshaus hinauf zum Wassertank und der Garage. 



Von der Terrasse aus hat man einen unbeschreiblichen Fernblick zum Teide, über das Orotavatal und die Küste entlang bis Buenavista del Norte. Eine Zeitlang haben uns die Washingtonia Palmen den Blick etwas verstellt; jetzt sind sie aber so hoch, dass wir unter den Kronen wieder freie Sicht über die Insel haben. 
Von den Balkonen mancher Hochhäuser an der Küste hat man auch spektakuläre Aussichten über die Küste, aber der Blick ist wie aus dem Fenster eines Flugzeugs – irgendwie künstlich. Von der Terrasse aus erstreckt sich der Blick quasi von der Zehenspitze ausgehend ganzheitlich (eigentlich ein dummes, oft missbrauchtes Wort) über die Insel. Wenn dann noch der gute Wein aus der Bodega auf dem Tisch steht, dann füllt sich einem das Herz und München ist ganz weit weg.Der Parallelweg verläuft unterhalb der Terrasse und führt in einem Rundgang durch Garten und Feld über das Gewächshaus hinauf zum Wassertank und der Garage. 


Über den Parallelweg geht man über Terrassen hinunter auf einen Rundweg. 

Rechter Hand die Reihen der Oliven abwechseln mit Carbernet Sauvignon-Spalieren. 
Linker Hand Kaffee aus Jamaica und, überschattet von einer Magnolie, Kaffee aus Äthiopien und einigen ostasiatischen Ländern. Um eine Kurve, in der ein Fuerte-Avocado steht und auch das bescheidene Windkraftwerk, geht es vorbei an einem Gesha-Kaffee Feld und einer Fläche mit den Südamerikanern aus Bolivien, Kolumbien und Peru. Vertreter aus Chiang Mai und Bogor, Java haben dort auch noch ein Plätzchen gefunden.

Wieder aufwärts kommt man dann an der Kompostieranlage vorbei, Heliconienstauden, Orangen, Zuckerrohr und wieder Kaffee. Blickt man zurück nach unten, sieht man ein großes Weinfeld, eingerahmt, von ? - natürlich Kaffee. 

Im Gewächshäuschen unter dem Schatten von Blaukugelbaum und Palme werden Kaffeesämlinge unter Aufsicht kultiviert, aber auch Vanille, Kakao und ein paar Orchideen.

Verschiedene Jungpflanzen im Gewächshaus 

Blick über den Bananenhain

Im Dunkel unter den Bananen         

Grevillea an der Wegkreuzung zum oberen Feld 

Blick auf den Wassertank, das Pumpen- und Düngerhäuschen und in der Ferne das Fincahaus.  

Der Rundweg geht dann weiter Richtung Tabaibastraße, an der mächtigen Grevillea vorbei, nach oben zu weiteren Oliven, Weinspalieren, dem Wassertank (s. Bild unten) und dann sind wir an der Garage angelangt. 

Wassertank  mit 500 Kubik und Pumpen/- Düngerhaus rechts

Im Hintergrund die Regenwassertanks

Auf dem großen Vorplatz im Winkel zur Bodega, steht auch unverrückbar die schwere Weinpresse. Vor 18 Jahren hatte niemand dran gedacht Räder an ihre Füße zu montieren, obwohl Löcher dafür vorhanden sind. Heute ist es so wie es ist.

Unterhalb des Garagenkomplexes, also oberhalb des Haupthauses liegt das Merlot Feld (s. Bild unten). Merlotwein brauchen wir, denn der gibt dem Cabernet Sauvignon in einem Cuvée die nötige samtige Milde. Sonst wäre er allein etwas zu streng, zu würzig. Etwas Balsamisches sollte der Wein letztlich doch haben.

 

Gott sei Dank ist ihm niemand in den Arm gefallen. Nur selten konnte sich MIRO dazu aufraffen ein monumentales Werk zu schaffen und zudem eins mit Tiefgang wie dieses.

  

Vom oberen Merlot Weinfeld blickt man auch auf das Flachdach des Hauses, auf das eine mehr dekorative als nützliche Treppe führt. Dort steht der Solar Kollektor für das Warmwasser. 
Für Neubauten sind diese Kollektoren inzwischen vorgeschrieben. Eine Fußbodenheizung hätte man auch ankoppeln können, aber im Sommer braucht man keine Heizung und im Winter scheint die Sonne nur ausreichend für Warmwasser. Man darf es zwar nicht laut sagen, aber bei den niedrigen Strompreisen beim Nachtstrom in Teneriffa ist so eine Anlage unwirtschaftlich. Sie amortisiert sich frühestens nach 10 Jahren. Hilft nichts: das Ökobewusstsein ist stärker.


Angebaut an die Holzlege haben wir noch einen Räucherkamin zum Räuchern von Schinken und Fischen. Und zum Brotbacken oder für eine Pizza steht auf der Terrasse noch ein gemauerter Backofen.

Räucherkamin an der Holzlege 

Solarwasserspeicher mit Vakuumröhren   

Der Brotbackofen macht schon was her. Brot und Pizza werden um einiges  knuspriger im Holzfeuer und auf Stein als im Elektroherd gebacken. Auch hier überwiegt wie auch bei den offenen Kaminen  mehr der Spieltrieb als die Effektivität. Spaß machts auf jeden Fall.

Zum Brotbacken gibt´s noch einen Abschnitt in der FUNDGRUBE

 

An kleineren Einheiten haben wir neben dem Solar Kollektor auch ein Windrad, das Strom liefert, aber bei Sturm abgeschaltet werden muss, weil die Flügel dann mit Überschall Geschwindigkeit laufen und es in den Windspitzen einen furchtbaren Krach gibt.  Das Windrad liefert allerdings nur magere 450 Watt und war kurzfristig nur für die Bodenheizung im Gewächshaus gedacht. Inzwischen ist es eigentlich mehr eine nette Dekoration.

Strom, Strom Strom, Strom 

Wir haben soviel Sonne auf Teneriffa, dass es ein Jammer wäre, diese Energie nicht zu nutzen. Zwar haben wir schon den Solar-Wassererhitzer auf dem Flachdach mit seinen Hochleistungs-Vakuumröhren, aber nach dem letzten Technologiesprung bei den Photovoltaic Zellen wollten wir auch eigenen Strom haben, nicht nur "eigene Avocados".
Auf dem Dach sind 12 Paneele installiert, die 5,4 kW liefern. Diese werden in einem Block von Batterien mit etwa 20 kWh  gespeichert. Damit sind wir vom örtlichen Stromnetz unabhängig. Allerdings können wir jederzeit das Netz wieder zuschalten, für den Fall, dass an der Anlage gebastelt werden muss.. 
Der Leistungszustand lässt sich über eine app per Fernabfrage kontrollieren. Im roten Feld sieht man  - nichts -. Das öffentliche Stromnetz ist abgeschaltet. Die Solarzellen liefern wie das orange Feld anzeigt 2268 Watt. Verbraucht werden lt. grünem Feld 2109 Watt . Über die blaue Inverting Zentrale werden noch 194 Watt in den Batteriepack (hellblau) eingespeist, der bereits zu 98% voll ist. Mit der installierten Kilowattleistung können wir im Winter das Haus und das Apartment bequem und ohne die Umwelt zu beeinträchtigen mit Strom beheizen, im Sommer natürlich auch eine Klimaanlage betreiben. Das wäre aber nur auf der Südseite der Insel sinnvoll: hier im Norden ist derlei aber nicht nötig.

Auf ein klassisches Heizsystem wie Zentralheizung oder Bodenheizung  haben wir wegen der mobilen Elektroheizung verzichtet und stattdessen zwei offene Kamine eingebaut. Schließlich sollte noch ein gewisser rustikaler Charm übrig sein, wenn wir schon Geschirrspüler etc. im Haushalt haben.
An den langen Winterabenden hat man dann was zum Basteln, und wer würde nicht gern am Feuer sitzen und ab und an mal darin rumstochern. Die Wärme reicht in jedem Fall aus und die Gemütlichkeit kompensiert evtl. fehlende Kalorien. Und Holz gibt’s genug. Und wenn´s sein muss - für Bad oder Schlafzimmer, dann wird halt der Heizlüfter eingeschaltet.
 
Aber offene Kamine müssen sein, sonst kann man gleich in einem zentralgeheizten Apartment wohnen. Wo bleibt die Gemütlichkeit, die Romantik ?

Das Apartment

... und die Muse am Eingang

Wohnküche

Küchenzeile

Blick ins Schlafzimmer

Schlafzimmer

Gemütlich in der Wohnküche

Bad

Augenblicke

Eine Baum Aloe, Aloe thraskii seitlich am Gewächshaus 

Baumarbeiten nach dem Calimasturm 

Im Dschungel von Sanssouci

Die Grüne Hölle vom oberen Fincafeld aus gesehen.

Die grünen Kaffeehügel vor der Kulisse von Puerto de la Cruz

Ein Wunderland für die Bienen 

Die Himalaya Banane, Ensete ventricosa wird noch dreimal so dick und hoch 

Idyll im Bananenhain

Zugangspfad in den Bananendschungel 

Ausblicke

Der Herbst ist eigentlich die schönste Jahreszeit auf Teneriffa. Der Teide kann schon mal eine Mütze aufgesetzt haben. Die Luft ist angenehm kühl und kristallklar, wenn nicht zwischendurch  mal ein Calima etwas Saharastaub bringt. 

Die Tage sind schon deutlich kürzer, aber die Sonnenuntergänge mit der tief stehenden Sonne sind unbeschreiblich, wie zu keiner anderen Jahreszeit.

Fast ein Standard Sonnenuntergang im Herbst

Auch Nebel können im Herbst schon einziehen


Sonnen-Feuer über den Hügeln von La Palma


Unser Traum

Blick von Punta Azul in Puntillo del Sol über die Nordküste. Rechts unten das idyllische Fischerdörfchen El Caletón. 
Und von oben blickt gnädig die Schutzpatronin von Teneriffa herab, die Heilige Candelaria. Sie schielt zwar etwas, aber damals gab´s noch keine Augenärzte. 

Und dies sind die Momente, weshalb wir in Teneriffa sind!