Unsere Katzen

Jede Katze hat so ihre eigene Persönlichkeit auf unserer Finca 

Putzi

Im Opuntien Chaos am unteren Weinfeld tauchte immer wieder im September 2009 eine kleine grau getigerte Katze auf, die aber gleich wieder im Stachelgebüsch verschwand. 
Katzen treiben sich in Teneriffa überall rum, immer auf Deckung und Rückzug bedacht. Aber diese kleine Graue marschierte dann doch quer über unsere Terrasse ohne erkennbare Eile. 

Was tut man? Man stellt ein Tellerchen mit ein paar Schinkenschnippsel hin. 

Wenn Sie keine Katze ernsthaft haben und pflegen wollen, machen Sie das ja nicht!

Der Schinken war, ohne dass wir die Katze gesehen hätten, bald verschwunden. Wer schaut am nächsten Tag wieder vorbei? 
Klar, die kleine, magere graue Katze. Wieder gab's ein Schüsselchen. Und die Situation wurde ernster und eskalierte. Tags drauf kam sie wieder, hatte Mut gefasst und trug im Maul ein junges Kätzchen und legte es am Rand der Terrasse ab und verschwand. Alex ganz Mutter polsterte einen Obstkarton mit Stoffresten aus und fütterte dem Kleinen mit einer Injektionsspritze lauwarme Milch. 

Ein Abenteuer !  

Wir sahen aber schon, dass beide Augen des Kleinen völlig vereitert waren und waren völlig hilflos. Den nächsten Morgen erlebte das Kleine aber nicht mehr. Seine Mutter wanderte ein paar Mal dran vorbei. Wir konnten das Kätzchen aber nur noch beerdigen.

Aber Putzi, so nannten wir seine Mutter, blieb hartnäckig bei uns, schlief in der Holzlege und kam immer wieder zur Inspektion vorbei.  
Schließlich kauften wir eine kleine grüne Hundehütte, polsterten sie mit einem Kissen aus – und schwupps, war Putzi eingezogen. In der Hütte fühlt sie sich auch sicher. Die vielen Kratzspuren am Eingangsbereich deuten darauf hin, welche Attacken seitens anderer Katzen - Herbert eingeschlossen – hier erfolglos stattgefunden haben.

Ursprünglich ließen wir Putzi aus hygienischen Gründen nicht ins Haus, aber Katzen sind als Lauerjäger unglaublich geduldig und beharrlich. Un – nach  - giebig! Freunde meinten auch, dass ihre Katzen bei ihnen im und am Bett schlafen würden. Also durfte auch Putzi zunächstmal ins Haus. 

Wir hatten keine Chance. 

Dann wollte sie unbedingt abends ins Schlafzimmer. 

Tagsüber war ihr Häuschen o.k., aber abends nicht. Zwei Monate lang rumpelte sie nachts gegen die Schlafzimmertüre, miaute und kratzte an der Tür. Sperrvorrichtungen und Ansprühen mit Wasser nützen nichts. Im Video einer aufgestellten Wildbeobachtungskamera sahen wir, wie Putzi mit Anlauf gut einen Meter hoch gegen die Türe sprang. Damit hatten wir wieder verloren.
 

Daher die anfängliche Warnung keine Katze anzufüttern, wenngleich es so nett und putzig erscheint sie beim Fressen zu beobachten.

Putzi ist sehr scheu Fremden gegenüber. Husch ist sie verschwunden. Auch ihrem „Futtergeber“ gegenüber ist sie nach Jahren immer noch skeptisch. Manchmal läßt sie sich greifen, ein andermal huscht sie weg. Wird sie aber verfolgt, dann bleibt sie manchmal doch stehen und „gibt auf“ – ihr ist doch nie was geschehen ! 

Obwohl „aus Ruinen auferstanden“ , also aus dem Kakteen-dschungel gekommen, ist sie sehr heikel, was das Fressen betrifft. Andererseits bringt sie zwar Mäuse, wie wohl früher bei den Kakteen auch, aber sie frisst sie nicht, sondern lässt sie in der Wohnung frei – und dann müssen wieder Mausefallen platziert werden. 
Geht wohl, ist aber lästig. 
Man tut ja den ganzen Tag sonst nichts.

Unter Katzenwäsche hatte ich mir pauschal nur ein provisorisches oder schlampiges Waschen vorgestellt. In einem Zeitungsbeitrag wurde auch das allgemeine Fellputzen als Katzenwäsche hingestellt. 
Aber weit gefehlt. Die Katze leckt und benetzt sich zunächst reichlich mit der Zunge die Vorderpfote– beschlabbert sie richtig – und dann wischt sie sich geduldig und ausgiebig das Gesicht damit. Genial. 
Das Lecken und Putzen des Fells ist dagegen meist nur eine Übersprungshandlung: wenn sonst nichts ist, dann putzen wir halt das Fell. 

Auch das Krallenschärfen an Kratzbäumen etc. ist eine falsche Vorstellung. Da wird garnichts geschärft. 
Theoretisch würden die scharfen Krallen dabei sogar stumpfer werden. Stattdessen wird die alte "Krallenhaut" oder der Krallenmantel abgestreift, ähnlich wie eine Schlangenhaut abgelegt wird. Deshalb findet man immer wieder leere "Krallenhülsen  ". Sehen genau wie Krallen aus, sind halt bloß leer. Und die Katze hat wieder frische, neue, scharfe, unabgenütze Krallen.

Zu Zeiten des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst haben dann unsere Lieblinge die aufgeleckten Haare wie einen Pelz wieder erbrochen. Die Industrieprodukte, die dagegen helfen sollen, sind eigentlich, beziehungsweise nicht mal „für die Katz“ und kosten nur Geld. 

Durch Anklicken der Bilder lassen diese sich vergrößern

Putzi ist eine musikalische Katze. 
Wir nutzen das Apartment, wenn wir keine Freunde zu Besuch haben, als Musikzimmer. Dort steht auch das Klavier. 
Wenn Alex zum Üben ins Apartment geht und den Violinkasten aufschnappen lässt, ist Putzi, sofern sie in Hörweite war, auch sofort zur Stelle und streicht um Alexens Beine. Am liebsten würde sie - versucht hat sie´s schon - am Bein hoch zur Geige klettern. War aber dann doch zu schwierig. 
Sie lauscht dem Geigenklang bleibt dann bis zum Ende der Übungsstunde; eventuell macht sie sich´s auf dem Sofa bequem. 
Mit dem Klavier hat sie´s nicht so. Erscheint ihr wohl etwas zu bedrohlich. Klar, das Katzen- Miaue ist ja auch eher mit den hohen Tönen einer Geige verwandt.

Herbert

Der berühmteste Maler auf Teneriffa dürfte wohl Lambert van Bommel sein. Lebte 30 Jahre in Deutschland und jetzt in Los Silos auf Teneriffa. Warum kommt jetzt ein Maler ? 
Lambert, ein genialer Aquarelist mit Formaten 80x1m, also nichts Popeliges, wird gelegentlich von berühmten Leuten besucht, die er wiederum auch gelegentlich zur Besichtigung unserer Finca mitbringt. 

Auch dieses Mal kam ein ganzer Trupp von Leuten, die sich Murmel-Murmel vorstellten, was uns auch nicht weiter tangierte, da es freundlich-sympathische Leute waren – von der Großmutter bis hin zum Yuppi. 
Die Unterhaltung bei Kaffee und Wein war angenehm und das Wetter auch schön. 
Alles Bestens.
 

Irritiert hatte mich nur, dass der „Chef der Truppe“, um die 60, von seiner Jagd im Chiemgau erzählte und dass er „zuhause“ wiederum, einen eigenen Raum zum Abhängen des geschossenen Wilds hätte.
Aber sei´s drum.
Während des Herumwanderns auf der Finca gesellte sich ein junger, beigefarbener Kater zu uns, lief um die Beine herum und hatte es vor allem einem der jüngeren Besucher  angetan.
Oh, kann ich die Katze vielleicht mitnehmen nach Berlin? So ein freundliches und schönes Tier“ ! fragte er. Er wohne downtown im 2. Stock. Das wird schwierig, meinten wir, weil so ein Tier geimpft werden muss, die richtigen Papiere braucht und auch bei der Airline rechtzeitig und mit Transportkäfig angemeldet sein muss. Und ihr fliegt ja übermorgen schon wieder zurück nach München und Berlin. 
Na ja, dann eben nicht.
Damit war der Fall erledigt. Und das war ein Glück für Herbert. Im zweiten Stock einer Wohnung in Berlin und hier dagegen ein Hektar open country, freies Feld und Mäuse. 

Herbert, so nannten wir ihn, war und ist immer noch ein „schlimmer Schleimer“. Alle Besucher sind hin und weg, wenn er gleich mal um ihre Beine streift, sich hinwirft und gekrault werden will.
 
Auf eine Katze mehr oder weniger kommt´s nicht an, sagten wir uns. Er blieb also. Wir hatten ja auch schon die entsprechenden Erfahrungen mit Kostgängern gesammelt. Natürlich gingen wir wieder mit ihm zu Freund Alper Wellmann, der Tierarzt, der ihn auf die gefährlich Leucose hin testete, impfte, kastrierte und einen Pass ausstellte. Jetzt hatte er auch Papiere !

Später erfuhren wer noch die Murmel-Murmel Besucher waren: der Baron von Kramer-Klett (Schloss im Chiemgau, sau-teure Gegend übrigens !) mit seiner Entourage. 

So richtig betrachtet, ist Herbert auch nur ein Mensch – so benimmt er sich wenigstens – den halt nur das Pech ereilt hatte, im Laufe der Evolution zu früh und falsch nach rechts abgebogen zu sein, anstatt  in der Evolution weiter zu machen hin zu uns großkopfigen, aufrechten Zweibeinern.


Wir betrachten ihn deshalb als so was wie einen Bruder. Na ja, vielleicht ist er ja auch eher ein Hund ? Denn bei unseren Arbeits- oder Kontrollgängen ist er oft bei Fuß und schaut, was wir machen. 
Leider lernt er nichts und hat es am nächsten Tag schon wieder vergessen. Haben wir Besuch, mit dem wir auf der Finca herumwandern, ist Herbert sowieso dabei. Einen Schritt voraus – er weiß wo´s hingeht – oder er hängt etwas nach.

Wenn man laut ruft : Herbert komm !, dann kommt er meist angetrabt, richtig flott. Aber halt nur meistens, wenn er sonst nicht grade irgendwas kontrolliert. Und Pfoteheben tut er auch. Gleich bei der allerersten Fütterung hatte ich ihn gebeten, doch die linke Pfote zu heben. Hat er intuitiv-instinktiv gemacht und tut´s auch immer noch, auch ohne Fütterung.  

Putzi hingegen wendet allenfalls den Kopf, wenn man sie ruft. Blickt aber gleich wieder weg. Irgendwie indigniert

Die Uhrzeiten kennt Herbert ganz genau: 7.30 gibt’s chicken breast und gegen 5.30 nochmal. Abwechslung ist nicht so seine/ihre Sache. Lachs, Rind, Schwein, Fisch, Leber : alles so nicht ansprechend. 
Wir haben auch versucht die sehr günstige, frischfarbige Schinkenwurst zu verfüttern. Fressen tun sie´s schon (wie wir leider auch manchmal), aber es bedurfte schon wissenschaftlicher Analyse was jetzt wieder los war. Die Katzen konnten das Wasser nicht halten und pissten herum – waren auch nicht gut drauf. Im Urin fanden sich hübsche, stäbchenförmige Kristalle – man hat ja ein Mikroskop - von Magnesiumphoshat, das eine Nierenentzündung, Struvit, verursacht. 
Die Metzger setzen ihrer preiswerten Wurst ordentlich Phosphat zu, um das reichlich zugesetzte Wasser schnittfest zu machen.   

Gottseidank enthält das von Friskies oder Brekkies komponierte Trockenfutter laut Inhaltsangabe schon alles, so dass wir nicht auf die berüchtigten  "Nahrungsergänzungsmittel" und er nicht auf Mäuse zurückgreifen muss. 
Wäre im Prinzip auch schlecht, da die Feldmäuse durchwegs von Parasiten befallen sind und gern auf Katzen umsteigen. 
Das Verabreichen von Medikamenten zur Behandlung von Herz- Lungen- oder Bandwürmern ist immer ein Drama. Es geht wohl. Beim Tierarzt hingegen stehen die Burschen brav da, lassen sich alles klag- und verwindungslos verabreichen. 
Aber zuhause gibt’s hingegen jedesmal ein Theater. 
Unverständiges Pack ! !

Während Putzi im Freien unter einem Tisch als extra Wind- und Regenschutz ihr festes Schutzhäuschen hat, hat Herbert einige Körbe und ein idyllisches Häuschen aus gefüttertem Stoff im Wohnzimmer. Da zieht er sich manchmal zurück, wenn er verärgert ist, weil ich ihn beschimpft hatte, weil er sich wieder mit Putzi, der kleinen, schwachen, prügeln wollte. Aber er zieht sich auch dann zurück, wenn er sich krank fühlt. 
Aspirin können wir im leider keins geben. Tiere sind ja eigentlich härter im Nehmen. Aber dann setzt er ein schmales, bedrücktes Gesicht auf und verschwindet im Krankenhaus. So haben wir seine Hütte genannt. Wenn es ihm wieder gut geht, er sich beruhigt hat – oder nur weil er zu neugierig ist, was da draußen wieder passiert, dann kommt er wieder raus. 
Zu unserer Erleichterung. 
Er bekommt dann auch ein leckeres Katzenstäbchen.

Seit der Zeit, da Putzi bei uns einzog, haben viele Katzen bei uns vorbeigeschaut, wollten bleiben und konnten nicht. Lustig war ein kleiner dicker Puschel mit einer schönen grau-schwarzen Tigerung. Max wurde er genannt. Er blieb auf der Terrasse 3 Tage, schlief wie ehedem Putzi in der Holzlege, war beim Fressen nicht heikel. Und dann war er weg. 
Ist wieder nachhause gegangen. 
Wir sahen ihn nochmal, wie er die Mauer hoch über den Zaun kletterte und gemächlich die Calle Tabaiba nach unten wanderte. Zweimal kam er wieder zum Nachschauen.

Ruby, ein relativ großes, schlankes Weibchen, ein Tiger, eine majestätische Katze: aber schwanger, suchte ein Nest für ihre Jungen – auf biegen und brechen wollte sie ins Haus. Der Tierarzt hat sie dann von ihrem Problem befreit. Aber sie war so dominant und verfolgte Herbert und Putzi gnadenlos – ohne Pardon. Für Ruby hat unsere Freundin Petra eine Familie in Frankfurt gefunden, wo sich Ruby nun sehr wohl fühlt..


Einfach unwiderstehlich so ein warmes Plätzchen  

Siesta mit Herbert

Herbert checkt Kanarienvogel

Suchbild

Herbert beim Tierarzt

Bin krank!

Herbert im Krankenhaus

Ab und zu ein Bad muss sein

Alex meinte eines Tages: Herbert humpelt anscheinend und hat auch irgendwie eine dicke Schulter. Na, da ist er halt mal unvorsichtig von einer Mauer runtergefallen, aber ich kann eigentlich nichts feststellen. Andererseits fallen Katzen ja sehr geschmeidig und landen auf allen Vieren. 

Etliche Tage später war die Beule unübersehbar. Also, wenn´s denn sein muss, fahren wir halt zum Onkel Doktor. Alper zog die Stirn kraus: Da müssen wir eine Röntgenaufnahme machen. Es könnte ein Tumor sein und da muss man schon genauer nachschauen. Mein Kollege in Los Realejos hat ein Röntgengerät. Ich ruf ihn an. Hier ist die Adresse. 

Also Herbert wieder eingepackt und nach Los Realejos  gefahren - liegt ja gleich um´s Eck, ein Vorort von Puerto. Allerdings ist der Verkehr dort die Hölle: absolut keine Parkplätze. Schließlich fahren wir in ein Kundenparkhaus, wo man vor Ausfahrt etwas kaufen muss, um gratis ausfahren zu können. Aber das ließ sich machen. 


Beim Veterinär wird Herbert auf dem Röntgentisch fixiert und – zack – haben wir eine Aufnahme von der Beule an der Schulter. Zurück bei Alper die Enttäuschung: das Bild ist etwas diffus, man kann nichts Endgültiges erkennen. Könnte trotzdem ein Tumor sein. Also muss eine Biopsie gemacht werden. Herbert lässt auch die zwei Stiche mit einer Kanüle klaglos über sich ergehen und ist froh, dann wieder zuhause zu sein, wo es zur Belohnung seine Lieblingsknuspertaschen Felix gibt. 

Ein paar Tage später dann das Ergebnis der Biopsie: ist wohl doch ein bösartiger Tumor. Zur Sicherheit sollte man doch noch ein Computertomogramm machen. 

Das Röntgeninstitut liegt in einer gottverlassenen Gegend, El Sobradillio, südlich von Santa Cruz, und erinnert an mexikanischen Wildwest. 
Bei Tieren sind Schichtaufnahmen CT oder MRT immer etwas kompliziert, weil ein Anaesthesist dabei sein muss, da die Tiere sonst nicht stillhalten. 450 Euro kostet so eine Untersuchung, die letztlich nur unsere Befürchtung bestätigt. Ohne massiven Eingriff wie der Amputation des Beins ist wohl nichts zu machen, war die Diagnose- ein inoperables Fibrosarkom. Mit Herbert lassen wir derlei aber nicht machen und hoffen, dass der Tumor sich nur langsam ausbreitet. Angeblich könnte das durchaus ein Jahr dauern. Allerdings würden sich Metastasen auf die Lunge ausbreiten. Allenfalls Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente könnte man geben. 
Ein Opiat, das Tramadol, wurde verordnet, was wir schon von der Behandlung von Laura, einem unserer Hühner kannten und auch im Schrank hatten. 
Dieses Tramadol ist ein Teufelszeug. 
Das Huhn hatte es klaglos geschluckt, aber bei Herbert kam gleich Schaum aus dem Maul und er schüttelte sich. Etwas davon muss er wohl aufgenommen haben, denn den Tag über saß er wie versteinert herum, mit einem starren Blick, wie eine Sphinx , die Pupillen weit geöffnet. Ich hatte selber mal Tramadol bei heftigen Kopfschmerzen genommen, aber eigentlich wurde alles dadurch noch schlimmer. So wie jetzt bei Herbert. 
Das Medikament schmeckt überdies grauenhaft. 
Herbert bekam daraufhin morgens und abends nur sein Metalaxyl mit einer Spritze ins Maul gespritzt und war eigentlich ganz gut drauf. Die Beule an der Schulter wuchs im Laufe von 2 Monaten bis auf die Größe einer Orange heran und machte auch beim Laufen schon Beschwerden. 

Eines schönen nachmittags, Herbert hatte noch morgens gut gefressen und dann sein Morgenschläfchen gehalten, fanden wir ihn am Boden liegend, mit offenem Maul und ausgestreckter Zunge. Ganz verzweifelt packten wir ihn ins Auto und fuhren soll schnell es der Verkehr zuließ in Alpers Praxis. 

Allein es ging uns wie in Goethe´s Ballade vom „Erlkönig“
erreicht den Hof mit Müh und Not, in seinen Armen das Kind war tot.
Auch Herbert war bei Ankunft in der Praxis tot.

Auch heute noch kommen mir beim Schreiben dieser Zeilen die Tränen. 
Ich kann nichts machen.


Miezi

Miezi, - und mir kommen jetzt noch die Tränen - war eine kleine, schwarz-weiße Katze -, die im Regen auf unsere Finca gepilgert kam. Wir richteten ihr im Freien eine wasserdichte Transportkiste mit Kissen und Blick über den Atlantik ein und gaben ihr etwas Futter. Tags drauf kam sie langsam auf das Haus zu: 
wieder Futterschüsselchen hingestellt. Und weil uns das Tierchen so erbarmt hat, haben wir sie ins Haus genommen. 

Und ein Wunder geschah : Herbert, unser gefräßiger Haustiger, ein Mistkerl,  nahm sich des Kätzchens an. Saß dabei, wenn sie seine Futterschüssel leerte und kümmerte sich auch um sie, wie ein Betreuer. Putzi war das alles egal; sie fauchte nicht und ließ Miezi auch unbedroht am Trockenfutternapf fressen.
Katzen haben einen sechsten Sinn.
Putzi haut bei Fremden normalerweise sofort ab. Und ist weg. Manchmal aber geht sie auf den einen oder anderen der Besucher zu, Schwanz senkrecht und läßt sich streicheln ( ja wie das denn ? Verwandtschaft ?) und treibt sich beim Kaffeetisch rum.

Alper hat Miezi untersucht: sie hatte Leucose und er wollte sie schon in ein Palliativ Heim für Tiere geben. Wir haben protestiert und sie wieder heimgenommen. Herbert und Putzi waren ja gegen Leucose geimpft. Als es ihr zwischenzeitlich etwas schlechter ging, hat ihr Alper Mirtazapin, ein human-Antidepressivum gegeben, das für Katzen offenbar auch als Antidepressivum oder gar als Aufputschmittel wirkt. Es hat sie für 2 Monate quasi wiederbelebt, wie neu. Aber als wir wieder mal nach München mussten, um Steuer, TÜV, Krankenkasse, den Bürokram zu erledigen, starb sie 
                                           und  - wir  – waren – nicht -  da. 

Wenigstens: unsere Finca-Betreuer haben dieses Unglück gut gemeistert und sie bis zur letzten Stunde liebevoll betreut.

Die Geschichte von Paulchen Panther

Am 26. Juli kommt abends eine kleine, rostrote Katze vom Tor her flott über die Terrasse angetrabt. 
Hinter ihr her in gebührendem Abstand, man weiß ja nie, folgt Herbert. 
Paulchen, die Katze, wie wir sie nannten, geht schnurstracks zum Futternapf und frisst ihn praktisch leer; dann geht´s zum Wassernapf, wo ordentlich getrunken wird. Sie treibt sich ein Weilchen auf der Terrasse rum und als wir dann zum Fernsehen ins Wohnzimmer gehen, sitzt Paulchen auf einem der Stühle am Terrassentisch, wie das ehedem schon Moritz gemacht hat. 
Jetzt wussten wir Bescheid. Paulchen wollte bleiben.

Am nächsten Tag war er immer noch da. Er bekam etwas Futter und wurde inspiziert: die Augen tränten, aus dem Maul lief ihm Speichel und dreckig war er auch. 
Für den nächsten Tag, den 28. Juli machten wir einen Termin mit Alper unserem Tierarzt. Paulchen wurde rechtzeitig festgenommen und in eine Transportkiste gesteckt. 
Bei Alper konnten wir Paulchen nur abliefern, da Blutwerte und Impfstatus etc. geprüft werden mussten. 
Paulchen musste also übernacht bleiben. 



Am Donnerstag, den 29. Juli konnten wir ihn wieder abholen. Gleichzeitig aber brachten wir Putzi und Herbert in die Praxis, um ihnen eine Virus-Auffrischungsimpfung zu verpassen. Denn Paulchen war in schlechter Verfassung: Katzen-Aids, Leucose, ganz schlechte Nierenwerte und wohl auch Diabetes. Eigentlich wäre er dialysepflichtig gewesen. Das geht aber bei Tieren nicht. Also konnten wir Paulchen nur einen schönen Lebensabend machen. 

Zuhause bekam er gleich ein Schälchen Coshida Nassfutter, was er auch brav annahm und ordentlich Wasser dazu trank. Zudem wurde eine Klokiste für nachts hergerichtet, weil Paulchen noch nicht mit der Katzenklappe vertraut war. Auch das Katzenhäuschen von Moritz wurde wieder aus der Garage geholt und Paulchen rückte brav dort ein. 


Am Nachmittag aber war er verschwunden und kam auch den ganzen nächsten Tag nicht wieder. Wir gaben dann Miguelangel einige Fotoausdrucke von Paulchen mit Verteilung im Barrio . 

50 Euro haben wir ausgelobt für die „Wiederbeschaffung“ des Flüchtlings:
 

Am Samstag den 31. Juli läutet es und Goyo, einer der Nachbarn, steht vor dem Tor mit Paulchen am  Arm. Er hat ihn nur 100m weiter unten auf dem Parkplatz des barrios gefunden. Ohne sich zu sträuben hat er sich mitnehmen lassen. 
Na, war das eine Freude, aber gut sah der Bursche trotz Alperbesuchs immer noch nicht aus. Augen und Maul trieften immer noch, als hätte Freund Alper, der uns nur ein Blutdruckmittel zur Nierenschonung für Paulchen mitgegeben hatte, sonst nichts gemacht.

Als erstes haben wir Paulchen Ofloxacin-Augentropfen verpasst. Aber dann haben wir Alper doch  auf seiner Privatleitung in Gran Canaria angerufen und uns quasi über den schlechten Zustand von Paul beschwert. 

Montags, 2. August, gab´s eine gründlichere Untersuchung und Medikation: Gentamycintropfen für die Augen  – und Azithromycin für eine Chlamydieninfektion. Drei Tage direkte Dosis, dann 8 mal in 3 Tage Abständen eine weitere Dosis. Und natürlich das Blutdruckmittel: ein Sartan, das auch bei Menschen verwendet wird, nur etwa 20 mal so teuer. Ganz schön strapaziös für das Kerlchen, weil das Zeug immer mit einer Spritze direkt ins Mäulchen gegeben werden musste. Aber es funktionierte. Sein Zustand besserte sich ständig.

 

Das Fell ist wieder seidig und sauber und aus Augen und Maul tropft auch nichts mehr, Schaut ganz zufrieden drein, der Bursche.

Tags schlief er zunächst in der Moritzhütte, wechselte dann in den Korb im Fenster am spanischen Anrichte Eck in der Küche. Danach wechselte er an das Fußende des Schlafzimmerbetts mit den Navajo Teppichen und schließlich schlief er auf dem Schlafzimmerstuhl. 
Sein Aktivitätsrhythmus war sehr unterschiedlich. Manchmal verpennte er den Tag auf dem Stuhl oder verschwand nach dem Frühstück, kam dann abends wieder, um sich die Nach woanders rumzutreiben. 
Aber zum Frühstück war er zuverlässig da. Oftmals ließen wir die Schlafzimmertüre einen Spalt offen und dann kam Paulchen schon um 3 Uhr morgens vorbei.

Wenn er morgens auf Wanderschaft ging, folgte ich ihm manchmal, bis es mir zu langweilig wurde. 
Paulchen verschwand immer durch das Griffloch der Bewässerungsleitung im Zaun der Tio Andres und wanderte rüber auf das brache Feld vor dem roten Haus. Dort setzte er sich an den Rand des dichten Brombeergebüschs. Auch am Parkplatz sah ich ihn im Schatten eines abgestellten Autos. Nachts saß er öfter am Straßenrand oder auf dem Zählerkasten am Rande des Brach-Grundstücks.


Mit dem Fressen war es so eine Sache. Das ursprünglich gefressene Nassfutter ging nicht mehr. Rohe Hühnerbrust, wie sie Putzi und Herbert bekamen, ging auch nicht. Ein paar Tage nahm er auch die Fisch-Mousse in kleinen Dosen vom Lidl, bis auch dies out war. Dann wurde frischer Lachs oder Räucherlachs probiert und das war vorläufig o.k. Aber auch nicht lange. Dann wurde, welch Übertreibung, der Lachs in Butter gebraten: das ging für 3 Tag, und dann auch nicht mehr. Zwischendurch wurden aber auch ganz ordinäre Friskies akzeptiert. Aber auch die Coshida Knuspertaschen wurden gern genommen. Schließlich war Thunfisch im Natursaft das Standardfutter. Er konnte da eine ganze Dose von 80 g am Tag futtern. 

Während Alex im München mit dem räuberischen Zahnarzt kämpfte, verschlechterte sich Paulchens Zustand. Er wollte auch sein Lieblingsfutter nicht mehr fressen. Also am 17. September wieder zurück ein drittes Mal zu Alper. Ganz schön lang hat er seit 26. Juli schon durchgehalten.  

Die Blutuntersuchung zeigte katastrophale Nieren und Pancreaswerte.
Alper verschrieb ihm einen esoterischen, teueren Phosphatblocker 
( Aluminiumhydroxid mit zig Kräutern als Tarnung), dann einen Säureblocker für den Magen, Kochsalzlösung zu Injektion – 100 ml subkutan ??,  sowie den Blutdrucksenker Sartan. War wohl gut gemeint und sachlich richtig, aber Paulchen war eigentlich schon zu schwach für den ganzen, teils esoterischen Medikamentenschmarrn.
Stattdessen haben wir Paulchen ein Human-Antidepressivum, Mirtazapin, gegeben, das bereits bei Miezi Wunder gewirkt hatte, zumindest temporär. Es wirkt  bei Katzen wie ein Aufputschmittel. Und in der Tat, Paulchen hatte wieder Appetit und Unternehmungslust. 

Die Tage zuvor hat er nur auf seinem Stuhl gedöst und auf die Nacht gewartet, oder er schlief tags unter den Olivenbäumen und sorgte für die Verpflegung selber indem er sich eine Eidechse oder Maus griff und diese bis auf den ihm doch zu „knusprigen“ Kopf verspeiste. 
 

Am 19. abends ruft uns Jorge der Sohn von Miguelangel, unserem Gartenhelfer, an und sagte, er hätte Paulchen gefunden, “festgenommen“ und jetzt an der Leine. War eigentlich gar nicht nötig. 
Er dachte wohl es gäbe wieder 50 EURO. 
Alex ging runter zum roten Haus und in der Tat hatte Jorge Paulchen am Halsband angeleint. Alex brachte das Kerlchen wieder zur Finca zurück. Eigentlich wollten wir ihm seine Tour nicht verderben. 

Wir hatten immer wieder mit Paulchen geübt, wie er durch die Katzenklappe rein und rausgehen kann. Und tatsächlich kam er heute ganz allein von draußen durch die Klappe ins Wohnzimmer. Welch eine Freunde: er kann´s. 

20. September 

Ich verfolge Paulchen am späten Abend und sehe ihn, wie er vor der Gittertüre des roten Hauses kauert. Na gut, er bleibt in der Gegend. Gegen 23 Uhr schaue ich wieder nach und sehe zunächst nichts. Erst beim Zurückgehen vom Parkplatz sehe ich ihn auf dem Gelände des roten Hauses innerhalb des Gitterzauns vor dem Garagentor kauern. Ich versuche ihn anzulocken, er kommt zwar her und tut so, als wollte er unter dem Tor raus, das aber unten verblecht war. Durch die Gitterstäbe hätte er leicht herauskommen können. Er blieb aber dann doch in einiger Entfernung einfach sitzen und ich ging zurück. Er hat wohl auf die Rückkehr der Hausbewohner gewartet.

21. September 

Ganz in der Frühe, es war noch dunkel, wollte ich nach ihm sehen. 
Aber kein Paulchen weit und breit. 
Da öffnete sich ein Fester der roten Finca und ein Mann fragte, ob ich unsere Katze suchen würde. Ja, sie wäre bei ihnen und den Kindern und sie käme immer am Abend zum Übernachten. 
Auch untertags kam Paulchen dann nicht zurück. Am Abend dann läutete es und zwei Jugendliche hatten Paulchen am Arm. „Ja wir haben ihn da unten gesehen und gedacht, dass ihr ihn doch immer sucht. 
Hier ist er“. 
Also vielen Dank. 
Wir geben Paulchen noch etwas zu fressen; er ist etwas appetitlos und wandert dann langsam zum Zaun und durch die Lücke nach unten weg. 

So hat Paulchen Panther uns verlassen. 

Ob ihm die Tierarztbesuche zu viel wurden? 
Und was er wohl in dem Revier um das Barrio herum wollte? 
Alex meint, man hätte ihn dort aus dem Auto geworfen, wie es hier so üblich ist, wenn man ein Tier loswerden will. Und Paulchen hatte wohl gehofft, er würde dort wieder abgeholt. 

 

Am Tag drauf hänge ich noch eine Lidl-Tragetasche mit Thunfischdosen, Knuspertaschen , dem Blutbild, unsere Visitenkarte und einigen Mirtazapinstücken über den Zaun des roten Hauses. 
Die Tasche war abends verschwunden, aber sonst hörten wir nichts mehr. 

Miguelangel fotografierte Paulchen tagsdrauf  noch als er von einer Mauer auf den Balkon des roten Hauses zu den Kindern springen wollte. 

Am 29. September ist dann Paulchen im Garten des roten Hauses gestorben, 
was uns aber erst auf Nachfrage mitgeteilt wurde. 


 


Moritz

Moritz war ein toller Kerl. Auch er schmeichelte sich ein. Schlief nachts auf den Polstern der Stühle vor der Wohnzimmertüre und man sah morgens nur seine zwei spitzen Ohren über die Stuhllehne hinausragen. 

Er schätzte ein Schüsselchen warme Milch. Kurz, er wurde das dritte Katzenmitglied. Kastriert war er schon und wir mussten nur noch den Allgemeinzustand incl. Impfstatus checken lassen. 

Alles Bestens. 

Sein Fell war seidig, etwas oranger als das von Herbert und zudem gestreift bzw. getigert. Auch er ein freundlicher, zugänglicher und vor allem intelligenter Bursche. In zwei Tage wusste er, wie die Katzenklappe funktioniert: 
Putzi brauchte 3 Wochen, Herbert eine Woche. 
In der kurzen Zeit, in der Moritz bei uns war, brachte er mir im Schlafzimmer ans Bett: 1 lebendes Kaninchen, das ich flugs ins Gestrüppt des Maisfeldes aussetzte, sodann 3 angefressene Ratten sowie etliche halb-gefressene Mäuse. 
Ein Killer, aber ein lieber, der sich mit Herbert Ringkämpfe der feinsten Art lieferte, ohne dass ein Tropfen Blut geflossen wäre. Beide waren – ein Wunder – dicke Freunde. Moritz konnte auch – wie er es nur schaffte – auf den Kamin des Brotbackofens klettern, um dort den Raben auszuchecken.  

Putzi sah dem ganzen Treiben mit einem gewissen Neid oder gar Abscheu zu. Mischte sich aber nicht ein. Moritz „näselte“ auch gelegentlich mit ihr. Gegenseitiges Anstupsen der Nasen. 

Moritz war aber nicht so auf 7.30 und 17.30 Uhr wg Futter gepolt. Er holte sich seine Mäuse oder Vögel selber. Er brauchte, und das war nicht zu übersehen : 

                                                                                Zuwendung. 

Beim Fernsehabend lag er die ganze Zeit bei Alex auf der Couch und es tat ihm sichtlich wohl, so wie er sich ausstreckt. Anschließend verschwand er durch die Klappe zu seinen nächtlichen Abenteuern. 

Wir mussten aber dann für 8 Tage nach München und baten einen Freund doch die Zeit auf der Finca zu wohnen und die Tiere zu betreuen. Er kam aber ohne Bescheid zu geben nur morgens und abends kurz vorbei ohne zu checken ob auch Moritz dabei war. 
Und dem intelligenten Moritz war das nicht genug. 
Wir haben ihn zwar gesucht und eine Belohnung ausgesetzt, ihn aber nicht mehr gefunden. Er ist klever genug sich seine, bzw. die richtigen Freunde zu suchen und zu finden. 

Ich kann mir deshalb auch gut vorstellen, ihn irgendwann mal am Busbahnhof in Tenerife Süd zu sehen, mit einem Pappschild: 

Bitte um etwas Kleingeld oder eine Titsa-Bus-Karte. Ich möchte wieder heim zu Alex und Peter.

 

Moritz war, wie zuvor Miezi, unser Herzliebling.

Herbert und Putzi sind dagegen harte Knochen. Putzi musste mal mal 3 Wochen allein bleiben, lediglich Futter gab´s unter dem Terrassentisch. Als wir wieder kamen saß sie auf einer Mauer und beobachtete das Tor. Herbert ist vom gleichen Schlag: kommen wir wieder, dann sind unsere „Fincabetreuer“, die ihn bis dahin gefüttert haben, abgeschaltet und es geht mit uns weiter.

 

Und, was haben wir sonst noch ?

Es ist nur menschlich verständlich, wenn schon Politiker  in ihren Diplom- oder Doktorarbeiten abschreiben lassen, obwohl sie wissen, dass irgendwann mal kontrolliert wird, dann ist es auch kein Wunder , wenn angeblich klare Binsenwahrheiten in Ratgebern unüberlegt immer wieder kopiert werden.

Auch "Freund" HP. Kerkeling, der vom Kabarettisten zum Wanderer und jetzt zum Schriftsteller und Katzenliebhaber mutierte, schreibt in seinem Katzenbuch ohne selber zu beobachten, dass die Katzen einen Kratzbaum brauchen, um ihre Krallen zu schärfen.
Unsere Lieblinge kratzen auch heftig am Palmstamm oder am Zitronenbaum, aber keinesfalls um ihre Krallen zu schärfen. 
Wie könnte man, um einen Vergleich heranzuziehen, eine spitze Nadel durch Kratzen an einer Baumrinde noch schärfer machen. Allenfalls stumpf würde sie.

Die Krallen einer Katzen wachsen ja nicht in die Länge, wie unsere Fingernägel, sondern schuppen sich ab, werfen die alte Krallenschicht ab, wie die Schlange ihre Haut abstreift. Darunter hat sich bei den Katzen schon die neue, scharfe Kralle gebildet. 
Die "Kratzerei" dient nur dazu, die alte Krallenoberfläche abzustreifen. 
Diese Reste sind zwar klein, aber man findet sie bei aufmerksamer Kontrolle der Kratzplätze. 

Hier mal eine Kralle von Putzi:  
Spitz ist sie nicht mehr, sonst wäre sie nicht abgeworfen wurden. 
Gell, Freund H.P !!