Cherimoya 

Annona cherimola

 

Die Cherimoya ist zweifelsohne die Prinzessin unter den Tropenfrüchten. Da sie aus den höheren Lagen der Anden von Peru und Ecuador stammt, verträgt sie auch kühlere Temperaturen und kann deshalb auch im Mittelmeerraum kultiviert werden. Nur bei Frost wird’s kritisch. 

Die Blüten des kleinen Baums sind relativ groß. Die drei äußeren Blütenblätter sind schmal, bis 3 cm lang grünlich und fleischig, während die inneren drei klein, schuppenartig und rosa sind. Ohne genau hinzusehen, kann man die Blüten, die oft in Büscheln stehen, leicht übersehen. Die Bestäubungsprozedur war vor den Erfolgen der Pflanzenzüchtung etwas kompliziert. Der Pollen musste abends gesammelt werden und des morgens, wenn endlich die Narbe bestäubungsbereit war, aufgepinselt werden. Dieses Bestäubungsprotokoll wurde den Sorten der Cherimoya abgezüchtet. Wie sonst könnte man sie in Plantagen ziehen.

Die graugrüne, oft herzförmige Frucht, die eine von großen Schuppen gebildete Schale hat, wird im Schnitt so groß wie eine Grapefruit, kann aber durchaus 500g schwer werden. Sie enthält ein schneeweißes, saftiges, fast matschiges Mark. Und dieses duftet wunderbar – und schmeckt auch so - nach einer Komposition von Ananas, Mango und Erdbeere. 
Darin eingebettet sind zahlreiche schwarze, giftige Samen (die man ja nicht mit isst). 

So eine halbe Frucht ist durchaus eine köstliche Nachspeise.


Die braunen Blüten der Cherimoya. 

Hier haben sich auch gleich Woll-Läuse breitgemacht